Entfernungspauschale 2026: Was sich für Pendler ändert und wie du davon profitierst
- Carsten Bischof

- 28. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Für Millionen Berufspendler in Deutschland gibt es ab dem 1. Januar 2026 gute Nachrichten: Die Regeln für die steuerliche Entfernungspauschale ändern sich – und das bedeutet für viele mehr Geld im Geldbeutel! In diesem Blogbeitrag erfährst du alles, was du zu den neuen Regelungen wissen musst, warum die Anpassung längst überfällig ist und wie du die Entfernungspauschale optimal nutzt.

Was ist die Entfernungspauschale?
Die Entfernungspauschale (auch „Pendlerpauschale“ genannt) ist ein pauschaler Betrag, den Arbeitnehmer:innen für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (meist der Arbeitsplatz) steuerlich geltend machen können. Sie mindert das zu versteuernde Einkommen und reduziert so die Einkommenssteuerlast. Bislang gilt: Für die ersten 20 Kilometer der einfachen Strecke dürfen 30 Cent pro Kilometer angesetzt werden; ab dem 21. Kilometer sind es 38 Cent pro Kilometer.
Die Neuerung ab 2026 im Überblick
Ab 1. Januar 2026 dürfen Pendlerinnen und Pendler bereits ab dem ersten Kilometer 38 Cent pro Kilometer absetzen – die Erhöhung gilt also für die gesamte Strecke und nicht mehr nur für Kilometer ab Nummer 21. Das bedeutet für viele Beschäftigte, dass der steuerlich absetzbare Betrag deutlich steigt, insbesondere für diejenigen, die weniger als 20 Kilometer zur Arbeit fahren.
Beispielrechnung:
Angenommen, deine einfache Strecke zur Arbeit beträgt 15 Kilometer.
Bisher: 15 km x 0,30 € = 4,50 € pro Arbeitstag absetzbar
Ab 2026: 15 km x 0,38 € = 5,70 € pro Arbeitstag absetzbar
Bei 220 Arbeitstagen im Jahr macht das eine Differenz von 264 € mehr, die du steuerlich geltend machen kannst!
So funktioniert die Entfernungspauschale
Geltend gemacht werden kann immer nur der einfache Weg – also nur die Strecke von zuhause zum Arbeitsplatz (Hinweg; Rückweg wird nicht berücksichtigt).
Die Pauschale gilt unabhängig vom verwendeten Verkehrsmittel. Sie kann für Autofahrten, Bahnfahrt, Fahrrad oder auch zu Fuß genutzt werden.
Die Entfernungspauschale zählt auch, wenn du Fahrgemeinschaften bildest oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt.
Lediglich Reisekosten wie Parkgebühren oder Fahrkarten, die über die Pauschale hinausgehen, können nicht zusätzlich abgesetzt werden.
Warum wurde die Pauschale erhöht?
Nach Ansicht von Experten und Berufsverbänden war die bisherige Entfernungspauschale längst nicht mehr zeitgemäß. Die Kosten für Sprit, Unterhalt und Anschaffung eines Fahrzeugs sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. "Die Anpassung ist seit langem überfällig, da die bisherige Entfernungspauschale nicht mehr ansatzweise die tatsächlichen laufenden Kfz-Kosten der letzten Jahre widerspiegelt", erklärt Carsten Bischof, Kanzleileitung bei CAPSIVERA Steuerberatung.
Die neue Regelung soll Arbeitnehmer finanziell entlasten und die tatsächlichen Kosten besser widerspiegeln – insbesondere in Zeiten hoher Mobilitätskosten.
Was solltest du jetzt tun?
Prüfe deine Pendlerstrecke und wie viel du aktuell absetzen kannst.
Archiviere deine Arbeitsweg-Nachweise (Fahrkarten, Tankquittungen, ggf. Arbeitsverträge), um für Rückfragen des Finanzamts gerüstet zu sein.
Freu dich schon jetzt auf deine Steuererklärung 2026 – denn viele können mit einer höheren Rückerstattung rechnen!
Fazit: Mehr Netto für Pendler
Die Änderung der Entfernungspauschale ab 2026 ist eine massive Verbesserung und vor allem ein wichtiger Schritt hin zur steuerlichen Fairness für Pendler. Ob du mit Auto, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit kommst: Ab 2026 lohnt sich das Eintragen der Entfernungspauschale in der Steuererklärung mehr denn je!
Hast du Fragen zur neuen Entfernungspauschale? Melde dich direkt bei uns – wir helfen dir, alle Vorteile optimal auszuschöpfen. 🚗🚆🚲


